Donnerstag, 29. Dezember 2016

Käthe Kruse Puppe Heidi

Im Sommerhaus einer lieben Freundin von uns entdeckte ich in einer alten Bauernwiege eine Puppe. Es stellte sich heraus, dass es eine Puppe von Käthe Kruse aus den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts ist.
Dazu gibt es eine schöne Geschichte: der Vater unserer Freundin versteckte zu Beginn des 2. Weltkrieges eine jüdische Familie und verhalf ihr zur Emigration. Als Dank schenkten sie ihm für seine zwei Töchter diese Kruse-Puppe.
Als ich die Puppe entdeckte, hatte sie schon ein recht altersschwaches Kleid, mottenzerfressene Strümpfe und gehäkelte Schuhe an. Ich habe unserer Freundin angeboten, die Puppe Heidi mit einem neuen Taufkleid auszustatten, damit wir sie dann wieder in die Wiege legen könnten.
So sah Heidi aus, als ich sie zu mir nahm: um den Bauch hatte sie noch ein Band, an dem zwei Strapse für die Strümpfe angenäht waren.


So hat unsere Freundin sie zu Weihnachten zurück bekommen. Das Taufkleid ist aus einem alten Leintuch (sicher schon an die 100 Jahre alt) ebenfalls aus ihren Beständen genäht,die Spitzen sind aus meiner umfangreichen Sammlung. Das gehäkelte Häubchen habe ich schon vor langer Zeit auf einem Flohmarkt um 10 Cent gekauft. Erst eine alte Tante sagte mir, dass das ein Taufhäubchen sei und es passt perfekt.


Im Frühsommer wird Heidi wieder in ihre alte Wiege in der Wachau zurück kehren.

Kommentare:

  1. Das ist ja hübsch geworden! Ich bin sicher, deine Freundin hat sich riesig darüber gefreut....
    Liebe Grüße
    Trudi

    AntwortenLöschen
  2. Eine bewegende Geschichte und dass sie jetzt noch ein neues Kleid bekommen hat finde süß.
    LG Hannelore

    AntwortenLöschen
  3. Jetzt strahlt das Käthe Kruse Kind wieder! Ich mag alte Sachen mit Geschichte sehr!
    Komm gut ins neue Jahr und wir hören in 2017 wieder von einander!
    LG
    KATRIN W.

    AntwortenLöschen
  4. OH, was für eine Verwandlung. Schön gemacht.
    Winkegrüße Lari

    AntwortenLöschen