Montag, 11. Mai 2015

Ausflug auf den Semmering.

Für die, die es nicht wissen und eventuell interessiert: der Semmering ist eine Paßhöhe, ca 100 km von Wien entfernt. Er war Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts ein beliebtes und elitäres Ziel für die "Sommerfrische". Die Semmeringbahn, von Carl Ritter von Ghega sehr vorausschauend schon in den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts gebaut, brachte die Erholungssuchenden auf einer atemberaubenden Strecke auf die Passhöhe. Vorerst gab es aber nicht einmal eine Dampflok, die diese steile Strecke bewältigen konnte.
Es wurden exklusive Hotels gebaut, von denen heute nur mehr das "Panhans" in Betrieb ist.
Das bekannteste Hotel war das Ende des 19. Jahrhunderts als "Grandhotel" erbaute Südbahnhotel. Es steht seit vielen Jahren leer, wie alle großen Häuser am Pass und verfällt zusehends. Nur die Dachlandschaft ist noch erhalten und erneuert. 


ehemaliges Südbahnhotel

Rückseite Südbahnhotel
Unser Ziel war das Kurhaus, das lange Zeit leer stand, dann aber in Teilen her- und eingerichtet und in den Sommermonaten für Veranstaltungen geöffnet wurde. Leider konnten wir nur drumherum gehen, da es derzeit noch geschlossen ist. Trotzdem war es sehr interessant, den vergangenen Zauber dieser Häuser zu fühlen.
Kurhaus
Hinter dem Kurhaus führt ein Weg rund um einen Hügel zur sogenannten "20 Schillling Aussicht". Erst konnten wir uns darunter gar nichts vorstellen, aber als wir ankamen, wussten wir, was das bedeutet. Eben diese Ansicht war seinerzeit auf unserer alten 20 Schillingnote zu sehen: die Trasse der Semmeringbahn mit der Pollereswand.
Den "krönenden" Abschluß bildete dann ein Mittagessen im Hotel Panhans, auch einmal ein Nobelhotel und jetzt noch in Vollbetrieb.
Hotel Panhans
Das Wetter war schön, die Luft war würzig, das Essen war gut, Herz, was willst du mehr?


1 Kommentar:

  1. Ein schöner Ausflugsbericht. Ich kenne den Semmering nur aus dem Song: "...ich will zurück zum Semering" ;-)

    AntwortenLöschen